Null-CO2-Mobilität und Energieversorgungssicherheit

Null-CO2-Mobilität und Energieversorgungssicherheit

Zusammenfassung

Der Individualverkehr und auch der ganze Transportsektor müssen in der Schweiz zur Erreichung der Klimaziele bis 2050 praktisch CO2-frei sein. Diese Erkenntnis wird von kaum einer Partei und auch kaum einem Verband bestritten. Die Geister scheiden sich allerdings bei der Frage, wie dieses Ziel erreicht werden soll und vor allem mit welchen Technologien. Es geht primär um zwei zentrale Aspekte: Ist erstens genügend saubere elektrische Energie vorhanden und wie kann zweitens die Energieverteilung regional und auf Gemeindeebene schrittweise adäquat und finanziell tragbar ausgebaut werden.

Details

Der Individualverkehr und auch der ganze Transportsektor müssen in der Schweiz zur Erreichung der Klimaziele bis 2050 praktisch CO2-frei sein. Diese Erkenntnis wird von kaum einer Partei und auch kaum einem Verband bestritten. Die Geister scheiden sich allerdings bei der Frage, wie dieses Ziel erreicht werden soll und vor allem mit welchen Technologien.

Die Elektromobilität ist in diesem Zusammenhang sicherlich eine Schlüsseltechnologie, wobei sich jedoch die Frage stellt, wieviel Elektromobilität die Schweiz derzeit und in naher Zukunft erträgt. Langfristig ist eine 100%-ige Elektrifizierung von Personen- und Lieferwagen denkbar. Dabei wird allerdings die Frage der Versorgungssicherheit eine zentrale Rolle spielen. Es geht primär um zwei zentrale Aspekte: Ist erstens genügend saubere elektrische Energie vorhanden und wie kann zweitens die Energieverteilung regional und auf Gemeindeebene schrittweise adäquat und finanziell tragbar ausgebaut werden?

Die erste Frage ist eine energiepolitische, die vom Ausbau der regenerativen Energien und vom Zeitpunkt des endgültigen Ausstiegs aus der Kernkraft abhängt, die zweite ist eine organisatorische und finanzielle Frage. Voraussichtlich wird der Umstieg auf die Elektromobilität in der Realität einiges länger dauern als von energiepolitischen Vordenkern vorausgesagt. Aus diesem Grund sind Hybridantriebe als Übergangstechnologie wohl weiterhin sinnvoll. Ausserdem wird man zumindest in der Luftfahrt und aller Voraussicht nach auch im Schwerverkehr nicht um synthetische Treibstoffe herumkommen, weil diese gut gespeichert werden können und die Verteilung über eine bestehende Infrastruktur erfolgen kann. Letztlich wird der beste und risikoärmste Ansatz derjenige sein, der einen ganzen Strauss von verschiedenen Lösungen zulässt. Eine nicht leicht zu beantwortende Frage wird sein, welche Technologien wann im Laufe des Dekarbonisierungsprozesses der Mobilität das grösste Potential aufweisen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Programm (PDF, A4)

Referate

"Netzintegration Elektromobilität und die Rolle des Transportsektors innerhalb der Energieperspektiven 2050+"
Dr. Luca Castiglioni, BFE

"Mehr als Erdöl – die Evolution der Treibstoffe"
Hr. Fabian Bilger, avenergy

"Die Luftfahrt auf dem Weg zu NetZero CO2"
Dr. Peter Wild, ETH Zürich

"Wo und mit welchen Treibstoffen hat der Verbrennungsmotor eine Zukunft?"
Hr. Daniel Klein, FPT Motorenforschung AG

"Auswirkungen der E-Mobilität auf das Verteilnetz"
Dr. Maurus Bachmann, Verein Smart Grid Schweiz

"Ausbau der Energieversorgung"
Hr. Amadée Murisier, Alpiq

"Energieträger für die CO2-freie Mobilität - eine Einordnung "
Prof. em. Dr. Konstantinos Boulouchos, ETH ZürichUnterlagen

Sponsoren

Wir bedanken uns freundlich bei den Tagungssponsoren:

  • Avenergy Suisse
  • auto-schweiz
  • Swissmem IS Automotive
  • Swissmem IS Verbrennungsmaschinen
  • inspire

Daten

09. Juni 2022, 13:30 - 17:30

Ort

ETH Zürich, Hauptgebäude, Audimax

Anmeldung